Keine Sorge, das ist einfacher als es klingt: Sie brauchen kein Programm,
kein Konto und keine Vorkenntnisse. Ein Link, eine PIN, fertig. Fünf Minuten vorher
kurz reinschauen genügt.
Das brauchen Sie
Ein Handy oder einen Rechner mit Kamera und Mikrofon. Auf dem iPhone bitte Safari, auf Android und am Rechner am besten Chrome.
Kopfhörer. Die sind wirklich wichtig – dazu unten mehr.
Eine stabile Verbindung. WLAN ist meist besser als Mobilfunk. Wenn Sie unterwegs sind, suchen Sie sich einen Platz mit gutem Empfang.
Einen ruhigen Ort ohne Nebengeräusche und mit Licht von vorn.
1Vorher in Ruhe ausprobieren
Rufen Sie talk.24sylt.de/test auf. Dort sind Sie ganz allein –
niemand sieht oder hört Sie. Sie können Kamera und Mikrofon aussuchen, sich selbst
sehen und mit einem Klick prüfen, ob Ihre Verbindung schnell genug ist.
Das dauert eine Minute und erspart Ärger kurz vor der Sendung.
2In den Gesprächsraum kommen
Sie haben einen Link bekommen, der so aussieht: talk.24sylt.de/r/…
Die PIN bekommen Sie getrennt davon, meist per Telefon oder in einer zweiten Nachricht.
Link antippen, Ihren Namen eintragen – so, wie er später im Bild stehen soll –,
die vierstellige PIN eingeben, fertig.
Der Link gilt 24 Stunden
Danach ist er ungültig. Nach dreimal falscher PIN sperrt er sich von selbst –
dann melden Sie sich bitte kurz, Sie bekommen einen neuen.
3Kamera und Mikrofon erlauben
Der Browser fragt einmal nach, ob die Seite Kamera und Mikrofon benutzen darf.
Bitte auf Erlauben tippen. Ohne das geht es nicht.
Haben Sie versehentlich „Nicht erlauben“ getippt, ist das kein Drama:
iPhone: Einstellungen → Safari → Kamera und Mikrofon jeweils auf „Fragen“ stellen, dann die Seite neu laden.
Am Rechner: Oben in der Adresszeile auf das Schloss klicken und beides erlauben.
Danach sehen Sie sich selbst. Suchen Sie in Ruhe Kamera und Mikrofon aus –
wenn Sie ein Ansteckmikrofon oder Kopfhörer mit Mikro haben, wählen Sie die hier aus.
Sprechen Sie einmal: Der Balken unter dem Bild muss ausschlagen.
Dann auf Betreten.
4Der Wartebereich
Sie landen zuerst in einem Wartebereich. Das ist Absicht: Niemand platzt
unangekündigt in eine laufende Sendung. Die Regie sieht, dass Sie da sind, und lässt
Sie herein, wenn es passt. Lassen Sie die Seite einfach offen.
5Im Gespräch
Jetzt sehen und hören Sie die anderen, und die anderen Sie.
Ganz oben steht immer in einer Zeile, ob Sie gerade live sind:
LIVE
Die Zuschauer sehen und hören Sie. Steht dort „live – aber stumm“, sehen sie Sie, hören Sie aber nicht.
NICHT IM BILD · KAMERA AUS
Die Sendung läuft, aber Sie sind gerade nicht dabei – die Zuschauer sehen und hören Sie nicht.
Die anderen im Gespräch hören Sie weiterhin.
NICHT LIVE
Die Sendung läuft gerade nicht. Kein Zuschauer bekommt etwas mit.
Sendebild
Weiter unten sehen Sie verkleinert, wer gerade im Sendebild ist – auch Sie selbst, so wie
die Zuschauer Sie sehen (nicht gespiegelt, mit unscharfem Hintergrund, falls eingeschaltet).
Die Regie kann das Bild in der Sendung anders anordnen.
Roter Streifen am linken Rand
Sie sind live. Alles, was jetzt passiert, sehen die Zuschauer.
Grauer Streifen
Sie sind gerade nicht live. Sie können sich in Ruhe absprechen.
Gelbes Feld unten im Bild
Ein Hinweis der Regie, nur für Sie – zum Beispiel „Näher ans Mikro, bitte“.
Die Zuschauer sehen das nicht.
Datensparmodus
Für unterwegs oder schlechtes Netz: Die Bilder der anderen und die Sendebild-Vorschau
verschwinden, die anderen stehen nur noch als Namensschild da. Sie hören alle weiter,
und Ihr eigenes Bild läuft in voller Qualität – die Zuschauer merken nichts davon.
Das Gerät merkt sich die Einstellung fürs nächste Mal.
Live-Chat
Wer einen festen Zugang (Benutzername und Passwort) hat, sieht den Chat von YouTube und
Twitch: am Rechner als Spalte links, auf dem Handy unter den anderen Teilnehmern. Er ist nur
für Sie da und erscheint nie im Sendebild.
Auf dem Gerät mitschneiden
Nimmt Ihr Bild und Ihren Ton in guter Qualität direkt auf Ihrem Gerät auf.
Am Ende können Sie die Datei speichern. Praktisch, wenn die Aufnahme später
noch geschnitten werden soll.
6Sich selbst stummschalten
Unter Ihrem Bild liegen zwei große Knöpfe:
🎙 Mikro aus
Schaltet Ihr Mikrofon ab. Niemand hört Sie mehr – weder die anderen im Gespräch
noch die Zuschauer. Praktisch, wenn zu Hause jemand hereinkommt, das Telefon klingelt
oder Sie sich räuspern müssen.
📷 Kamera aus
Schaltet Ihr Bild ab. Sie sind dann im Sendebild gar nicht mehr zu sehen – es steht
auch kein schwarzes Feld da – und die Zuschauer hören Sie dann auch nicht.
Mit den anderen im Gespräch können Sie weiter reden.
Sie sehen immer, wenn Sie stumm sind
Ist Ihr Mikrofon aus, wird der Knopf rot, Ihr Bild bekommt
einen roten Rahmen und oben im Bild steht dick „Mikrofon aus – niemand hört dich“.
Sie können es also nicht übersehen und nicht versehentlich ins Leere sprechen.
Ein zweiter Druck auf denselben Knopf schaltet wieder ein.
Auch die Regie kann Sie stummschalten, etwa wenn bei Ihnen Lärm ist. Dann steht oben im Bild
„Die Regie hat dich stummgeschaltet“. Mit dem Mikro-Knopf können Sie sich selbst wieder einschalten.
Die Regie sieht ebenfalls, dass Sie stummgeschaltet sind, und kann Sie daran erinnern,
falls Sie es vor Ihrem Auftritt vergessen haben.
7Damit es gut aussieht und klingt
Kopfhörer aufsetzen
Der mit Abstand häufigste Fehler: Ohne Kopfhörer nimmt Ihr Mikrofon
den Ton der anderen wieder mit auf. Die hören sich dann selbst mit Verzögerung –
ein Echo, das jedes Gespräch unmöglich macht. Einfache Handy-Kopfhörer genügen völlig.
Licht von vorn. Ein Fenster oder eine Lampe vor sich, nicht hinter sich. Sitzen Sie vor einem hellen Fenster, sind Sie nur eine Silhouette.
Kamera auf Augenhöhe. Handy anlehnen oder auf einen Bücherstapel stellen – von unten gefilmt sieht niemand gut aus.
In die Kamera schauen, nicht auf Ihr eigenes Bild. Das wirkt für die Zuschauer wie Blickkontakt.
Handy quer halten, wenn Sie im Freien stehen und mehr vom Hintergrund zeigen wollen. Hochkant ist für Nahaufnahmen besser. Beides funktioniert, die Ansicht dreht sich mit.
Hintergrund unscharf: Unter Hintergrund können Sie „Leicht“ oder „Stark unscharf“ wählen –
dann ist nur noch Ihre Person scharf, und niemand sieht, wo Sie sitzen. Beim ersten Einschalten
lädt das Gerät dafür einige Sekunden etwas nach. Auf älteren Handys kann das Bild dadurch etwas ruckeln –
dann besser auf „Normal“ zurück.
Ton hören über: Am Rechner können Sie hier Ihren Kopfhörer auswählen. „Probe“ spielt einen kurzen Ton
darauf ab. Auf dem Handy ist das nicht nötig: Kopfhörer einstecken oder verbinden genügt.
Störungen abstellen: Fenster zu, Fernseher aus, andere Programme auf dem Rechner schließen.
8Wenn etwas klemmt
Ich sehe mich nicht
Kamera wurde nicht freigegeben – siehe Schritt 3. Oder eine andere App benutzt die Kamera gerade: Zoom, Teams, FaceTime schließen.
Die anderen hören mich nicht
Steht Ihr Knopf auf „Mikro an“ und ist das Bild ohne roten Rahmen? Dann prüfen Sie die Mikrofonauswahl. Bei Kopfhörern mit Mikro ist manchmal das falsche eingestellt. Der Balken unter dem Bild zeigt, ob Ton ankommt.
Es hallt oder pfeift
Irgendjemand hat keine Kopfhörer auf. In neun von zehn Fällen ist das die Ursache.
Mein Bild ruckelt
„Nur Ton empfangen“ einschalten. Hilft das nicht, näher an den WLAN-Router gehen oder auf Mobilfunk wechseln.
Die Verbindung bricht ab
Die Seite verbindet sich von selbst wieder. Einfach offen lassen und kurz warten.
Wo läuft das eigentlich?
Auf einem eigenen Server in Deutschland, nicht bei Zoom, Teams oder Google.
Bild und Ton gehen direkt von Gerät zu Gerät. Der Server sagt den Browsern nur, wie sie sich finden.